Weihnachten 2018: Warum Sie Ihren Kunden eine Freude machen sollten

von Redaktion (Kommentare: 0)

Es gibt Menschen, die können Weihnachten nichts abgewinnen. All die Geschenke sind nur Ausdruck von Konsum und Kommerz, sagen sie. Außerdem würden es die Geschenkgeber ja gar nicht ernst meinen. Denn wer anderen eine Freude macht, ob es sich dabei um den Ehemann, den Nachbarn oder einen Kunden handelt, der erwartet schließlich auch etwas zurück.

 

Tatsächlich fanden Wissenschaftler der Universität Zürich vor Kurzem heraus, dass sogar kleine Geschenke das Verhalten eines Kunden maßgeblich verändern. Im Rahmen ihres Experiments übergaben Handelsvertreter einem Teil ihrer Kundschaft in Apotheken und Drogerien zu Beginn eines Verkaufsgespräch sechs Tuben Zahnpasta im Gesamtwert von 10 Schweizer Franken. Das sind umgerechnet rund 8,80 Euro. Ein kleines Mitbringsel, mehr nicht. Dennoch führte es dazu, dass sich der Wert der bestellten Waren fast verdoppelte. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - und den Cashflow.

 

Vermutlich stimmt es also, dass Geschenke nie völlig uneigennützig verteilt werden. Doch das ist gar nicht der Punkt. Soziologen umschreiben Geschenke gerne als Kernbestandteil unserer Zivilisation. Es ist die Abwesenheit von Gewalt und Zwang, die in ihnen zum Ausdruck kommt. Früher hätte man sich die Krawatte oder den Flachbildfernseher einfach aus der Höhle des Nebenmannes genommen, unter Gewaltandrohung. Heute schenken wir freiwillig, auf einer friedlichen Ebene. Mit einem Geschenk drückt man seine Wertschätzung gegenüber dem anderen aus. Und ja, man erwartet diese Wertschätzung auch im Gegenzug. Das könnte man als Win-win bezeichnen. Ein Geben und Nehmen. Das ist nicht nur christlich und fair, sondern auch vernünftig.

 

Und mehr noch: Wir beschenken nicht nur unseren Partner oder Bekannten. Wir beschenken uns auch selbst. Wer schenkt, produziert Glücksgefühle im Gehirn. Das hatte zuletzt ein Team der Universität Lübeck 2017 herausgefunden. Schenken macht glücklich.

 

Natürlich können Geschenke auch nach hinten losgehen - und fehlende Wertschätzung signalisieren. Wenn das zehnte Paar Socken unter dem Weihnachtsbaum liegt oder schon wieder ein Gutschein von Amazon, dann sagt das aus: „Viel Mühe bist du mir nicht wert.“ Aber was wäre die Alternative, gar kein Geschenk? Oder um es in Anlehnung an ein bekanntes Lied der Toten Hosen zu sagen: Keine Geschenke sind auch keine Lösung.

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