Virtual Reality: Mode oder Mega-Trend?

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Vielleicht bestimmen Virtual-Reality-Brillen in einigen Jahren unseren Alltag. Filme gucken, shoppen, spielen, reisen, sogar arbeiten - die Einsatzfelder der futuristischen Kopfbedeckung sind nahezu grenzenlos. Schon heute können Neugierige die VR-Anwendungen mit einer simplen Kartonkonstruktion ausprobieren — für einen Bruchteil des Preises.
 
Virtual Reality-Brillen sind mittlerweile keine Zukunftsvision mehr, sondern längst auf dem Markt. Ob sie sich schlussendlich durchsetzen, wird sich zeigen, die Chancen aber stehen nicht allzu schlecht. Es gibt für virtuelle Realität so enorm viele Möglichkeiten, so viele Alltagsanwendungen. Zum Beispiel diese …
 
Virtual Reality-Brille: Das können sie
 
Shoppen: 52 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, dass VR-Erlebnisse beim Einkaufen nützlich sind. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Ipsos unter 1.500 Verbrauchern. Szenario: Vielleicht lassen sich demnächst nahezu alle Kleidungsstücke virtuell anprobieren, wie das jetzt zum Beispiel bei Brillen via Gesichtsscan schon möglich ist. 47 Prozent finden diese Vorstellung ansprechend. Auch virtuelle Showrooms sind denkbar.
 
Reisen: Die App vom Kartendienst Google Street View ist als VR-Anwendung schon jetzt kostenlos erhältlich. Einfach die Brille aufsetzen und die Straßen von San Francisco, Paris, Rio oder Palma de Mallorca abfahren. Das könnte bei der Routen- oder Urlaubsplanung helfen. In welcher Umgebung liegt das Hotel? Wo ist der Strand? So kann man schon heute ein Urlaubserlebnis quasi vorab antesten.
 
Events: Auch Konzerte oder Sport-Veranstaltungen sind prädestiniert für die schöne neue VR-Welt. Das Traumszenario der Veranstalter: Tickets zu Live-Events könnten bald tausend- oder gar millionenfach verkauft werden. Für den Fan könnte das bedeuten: Ticket online kaufen, Brille aufsetzen und das Champions League-Spiel des FC Barcelona vom Premium-Sitzplatz im Camp Nou verfolgen - vom heimischen Sofa aus.
 
Games: Spiele sind der wahrscheinlich größte Treiber der VR-Revolution. Das Überleben der HTC Vive und Oculus Rift hängt wohl davon ab, wie die Virtual-Reality-Games von den Usern angenommen werden. Die ersten Shooter und Simulationen stehen bereits zum Download bereit. Per Körperbewegungen werden die Figuren in Echtzeit bewegt, das Spielerlebnis wird also ein völlig anderes als am PC oder an der Konsole.
 
Edutainment: Der Bildungsbereich experimentiert schon lange mit Online-Kursen, so genannten MOOCs. Vielleicht war das nur der Auftakt zu einer virtuellen Bildungsrevolution. Dann könnte man sich mit VR-Brille in den Harvard-Hörsaal versetzen lassen und den Koryphäen live zuhören. Ein ganz neues Geschäftsmodell für Bildungseinrichtungen? Oder mit VR-Brille an Schulungen, Konferenzen oder Meetings im Job teilnehmen - das könnte viel Zeit und Benzin sparen. Tipp nebenbei: Auch die Youtube-App gibt es schon kostenlos im Download speziell für Virtual-Reality-Freunde.
 
News: Auch der Mediensektor wird in der virtuellen Realität ankommen. Wer will sich schon mit einem drögen Nachrichtenartikel abgeben, wenn er live am Ort des Geschehens sein kann? Die New York Times bietet bereits eine Virtual Reality-App an, mit der VR-Brillenträger ausgewählte Videos anschauen können.
 
Filme: Avatar war damals 2009 die große Kino-Sensation. Wer die blauen Figuren im Fantasy-Epos in 3D über die Leinwand hüpfen sah, dem hüpfte auch das Herz vor Freude.  Wer weiß, vielleicht ist das bald nur noch eine vage Erinnerung - und der Cineast kann mit VR-Brille zuhause in das neue Star Wars- oder Spiderman-Abenteuer eintauchen.
 
VR-Brillen: Ein Milliardenmarkt
 
Deloitte stellte kürzlich die Prognose auf, dass deutsche Unternehmen im Jahr 2020 knapp 850 Millionen Euro in Virtual- und Mixed-Reality-Lösungen investieren werden. Für den Verbraucher sind High-End-Brillen wie die Oculus Rift, HTC Vive oder Microsoft HoloLens allerdings eine kostspielige Angelegenheit, die mit einem satten dreistelligen Betrag zu Buche schlagen. Günstiger sind Head-Mounted-Displays wie die Samsung Gear VR: Sie ist schon für unter 100 Euro zu haben, recht komfortabel, allerdings ganz auf die Nutzung des Smartphone-Akkus angewiesen. Eine separate Stromversorgung gibt es nicht. Man benötigt also auf Reisen externe Ladestationen, handliche Powerbanks für das Smartphone.
 
Die preisgünstigste Variante aber sind Cardboard-Brillen wie die HEJU Centaurus. Sie schieben das Handy einfach in die Pappvorrichtung, starten die App und setzen die Brille auf. So schauen Sie durch die Karton-Brille auf Ihr Handy und tauchen in die virtuelle Realität ein. Mit dem richtigen Smartphone kann man also schon heute - ohne großen Aufwand und Kosten - einen Blick in die Zukunft werfen. Hinweis in eigener Sache: Sie können die Brille bei uns im Shop kaufen - für rund fünf Euro. Als Kundengeschenk der innovativen Sorte sind Sie - so viel darf man ruhig einmal behaupten - geradezu perfekt.

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