Mitarbeiter fördern... durch klare Werte

von Christian Müller (Kommentare: 1)

Mitarbeiter fördern... durch klare Werte

files/kms/Blog/Rainer-Kafitz-400.pngEin Beitrag unseres Geschäftsführers Reiner Kafitz. Unter www.kafitz.com ist er als Unternehmensberater mit klarer Werteorientierung aktiv. In dieser Funktion berät und unterstützt er Unternehmen bei der Entwicklung eigener Wert und Leitsätze dem Aufbau einer emotionalen Kundenbindung. Der heutige Artikel bietet einen Einblick in diesen Bereich.

 

Auf dem KMS Blog habe ich mich vor einiger Zeit schon einmal mit dem Thema „Den Starken vor dem Schwachen schützen“ beschäftigt. Der heutige Artikel ist die Fortsetzung dieses Gedankens, der im ersten Augenblick vielleicht provozieren mag, sich in meiner beruflichen Praxis als Geschäftsführer jedoch bewährt hat.

 

Wie bei vielen Menschen gibt auch meine Sozialisation mir vor, den Schwachen vor dem Starken zu schützen. Lange Zeit übertrug ich diesen Grundsatz auf alle Lebensbereiche: Die kleineren Kinder versucht man, vor ihren großen Geschwistern zu beschützen, bei sportlichen Ereignissen freue ich mich, wenn der vermeintliche Underdog gewinnt (außer meine Mannschaft ist beteiligt). Und auch bei Mitarbeitern verspürte ich lange das Bedürfnis, dem vermeintlich Schwachen zu helfen. Mir war dabei nicht klar, dass andere Mitarbeiter darunter leiden müssen.

 

Schwache und Starke Mitarbeiter: Meine Definition

Irgendwann wurde mir jedoch klar, dass ich als Geschäftsführer den Starken vor dem Schwachen schützen muss. Mit „schwach“ meine ich an dieser Stelle nicht jemanden, der wohl leisten will, aber (noch) nicht kann, weil ihm Erfahrung und Wissen fehlt: Nein, mit „schwach“ meine ich ganz bewusst jemand, bei dem kein Leistungswille erkennbar ist.

 

In meiner beruflichen Praxis habe ich viele Schwache erlebt und leider viel zu lange in der Hoffnung auf Besserung geduldet. Ich stellte jedoch fest, dass die Schwachen überhaupt kein Interesse hatten, an diesem Zustand etwas zu ändern.

 

Immer wieder habe ich mit ihnen über mögliche Ursachen diskutiert, die sie an der vollen Entfaltung der persönlichen Möglichkeiten hinderten. Im Grunde ließ ich mir Sand in die Augen streuen. Man sieht danach nicht mehr wirklich viel und hat einen Menschen vor Augen, dem der scheinbar verdiente Erfolg verweigert wird.

 

Ein Grundsatz im Verkauf ist ja, in Gesprächen mit Kunden zwischen Vorwänden und Einwänden zu unterscheiden. Das ist zugegebenermaßen weder einfach und noch eindeutig. Im Zweifel habe ich den Leistungsverweigerer immer gewähren lassen und hatte die (unbegründete) Hoffnung, das ändere sich. Damit hatten diese Mitarbeiter allerdings nie die Chance, wirklich gut zu werden und zur Entfaltung zu kommen.

 

Denn ich kann niemandem helfen, der keine Hilfe will und ich kann niemand gegen seinen Willen ändern. Natürlich kann ich mit Druck und Manipulation das eine oder andere bewegen. Doch das widerspricht meinen Werten und Vorstellungen, denn ich will mit Menschen arbeiten, die ihre Verantwortung übernehmen. Mein Ziel sind begeisterte Mitarbeiter. Die begeistern Kunden. Ein manipulierter oder unter Druck gesetzter Mitarbeiter kann das nicht auf Dauer leisten, denn es fehlt ihm die Authentizität.

 

Potenzial erschließen... durch klare Worte

Als Firmenchef brauche ich Mitarbeiter, die das Unternehmen voranbringen. Die gilt es zu unterstützen wo immer es geht, ihnen Freiräume und Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen und wo immer es möglich ist, Unterstützung zu bieten. Sind jedoch zu viele Leistungsverweigerer im Team, setzte ich mich gedanklich immer mehr diesen auseinander statt mit den Leistungsträgern, die ich infolgedessen vernachlässigte. Daher helfen hier meiner Erfahrung nach nur klare Worte.

 

Mangelnde Leistung muss klar benannt, Verbesserungsbedarf angesprochen und Zeitlimits gesetzt werden. Die Reaktion der Mitarbeiter zeigt dann, ob und wie diese änderungs- und leistungsbereit sind und wie viel Potenzial noch in ihnen schlummert.

 

Es gilt auch an dieser Stelle: Wer etwas erreichen will, findet Wege, wer etwas nicht erreichen will, findet Gründe. Von daher kann ich Ihnen nur empfehlen: Hören Sie auch nach zahlreichen Förderungsversuchen noch viele Gründe und Ausreden von einem Mitarbeiter, können Sie davon ausgehen, dass er nie einer Ihrer Leistungsträger werden wird. Ob er Ihr Unternehmen dann wirklich voran bringt, müssen Sie selbst entscheiden.

 

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Kommentar von Christian Müller |

Ich habe mich dann mal an der Blogparade beteiligt :-)
http://www.sozial-pr.net/reklamation-als-chance-sprechende-kunden-sind-gute-kunden-blogparade/