Unternehmenskommunikation: Marketing braucht Profil

von Christian Müller (Kommentare: 0)

Corporate Blogs waren und sind in den letzten Wochen Gegenstand zahlreicher Artikel gewesen. Sowohl eine Studie von Jochen Mai als auch Artikel von Nico Lumma und Sabine Haas zeigen, dass das Thema gerade angesagt ist. Ein Aspekt kommt bei dieser Diskussion allerdings etwas zu kurz, spielt für viele Unternehmen jedoch eine wichtige Rolle. Er lässt sich mit einer oft gestellten Frage auf den Punkt bringen: „Wozu brauchen wir ein Corporate Blog?“ Unsere Antwort: Marketing und Kommunikation brauchen Profil - und eine eigene Plattform.

 

Corporate Webseite und Blog gehören dem Unternehmen

Ein markantes und klares Profil wird sowohl im Marketing als auch in der Kommunikation nicht nur positiv gesehen. Klar ist: Wer Stellung bezieht, eigene Meinung kund tut und sich nicht davor scheut, eine eigene Marke sichtbar zu positionieren, macht sich damit nicht nur Freunde. Es wird immer auch Kritiker und potenzielle Kunden geben, die von klaren Haltungen und Aussagen abgeschreckt werden, nicht mit den vertretenen Standpunkten übereinstimmen und daher gar nicht erst Kontakt aufnehmen.

Doch es wird eben auch Kunden und Netzwerkpartner geben, die sich erst aufgrund der klaren Linie und des erkennbaren Profils bei einem Unternehmen melden und den Kontakt suchen. Solche Netzwerkpartner und Kunden sind - wenn der Beziehungsaufbau systematisch und nachhaltig betrieben wird - in der Regel loyal und halten einem Unternehmen lange die Treue.

Was das alles mit Corporate Blogs oder Corporate Webseiten zu tun hat? Ganz einfach, ein markantes Profil kann nur aufgebaut und vermittelt werden, wenn die Kommunikation und das Marketing nach eigenen Regeln stattfinden können. In sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook ist das nur begrenzt möglich. Denn hier…

  • … gelten die Regeln des Netzwerkbetreibers.
  • … können Inhalte vom Netzwerkbetreiber ohne Angabe von Gründen gesperrt oder gelöscht werden.
  • … können Beiträge von Nutzern gemeldet und daraufhin vom Netzwerkbetreiber entfernt werden.
  • … müssen sich Unternehmen an die geltenden Richtlinien des Netzwerks halten, wenn sie die oben genannten Risiken vermeiden wollen.

Auf der eigenen Corporate Webseite und dem eigenen Blog gelten die rechtlichen Grenzen zwar ebenfalls, doch innerhalb dieses weit gesteckten Rahmens können Unternehmen nach ihren Werten und Vorstellungen kommunizieren und agieren.

Marketing und Kommunikation brauchen ein klares Profil, damit sich Unternehmen von der Masse abheben können. Das wird auch Widerspruch provozieren, keine Frage. Doch die Vorteile überwiegen deutlich, denn mit einem klaren Profil werden Wunschkunden angezogen, mit denen sich meist langfristige und nachhaltige Kundenbindungen ergeben. Ohne eigene Plattformen, auf denen Unternehmen frei agieren können, ist das jedoch nicht möglich.

 

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