Kommunikation ist Chefsache... aus Respekt vor Kunden und Mitarbeitern

von Christian Müller (Kommentare: 0)

KafitzUnternehmenskommunikation und vor allem die Betreuung der Social Media Kanäle wird in Unternehmen in der Regel an einzelne Mitarbeiter oder Teams delegiert. Das ist rein organistatorisch sinnvoll, führt jedoch viel zu oft dazu, dass Vorgesetzte und Führungskräfte das Thema auch gedanklich abhaken und ignorieren. Doch auch wenn sie nicht operativ an der Kommunikation beteiligt sein müssen - dass sie zumindest hin und wieder Teil davon sein sollten, ist ein anderes Thema - sollten sie diese doch grundlegend verstehen und sich damit befassen.

 

Denn Kommunikation ist kein Praktikanten-Job, sondern Chefsache, sowohl in den Social Media als auch in anderen Kontexten. Und zwar nicht nur aus organisatorischen Gründen, sondern vor allem aus Respekt vor Kunden und Mitarbeitern.

Respekt und Wertschätzung für Kunden und Mitarbeiter

Diese möglicherweise etwas ungewöhnliche Haltung wird aus unserer von zwei aktuellen Artikeln bestätigt. Im ersten Artikel berichtet Zeit Online über ein Urteil des Landgerichts Freiburg, dass Schleichwerbung von Mitarbeitern auf Facebook - die wohlgemerkt ohne Wissen des Arbeitgebers erstellt wurde - für das Unternehmen richtig teuer macht. Der Mitarbeiter hat es zwar gut gemeint, dem Unternehmen durch sein Verhalten jedoch geschadet,

Der zweite Artikel basiert auf einer Infografik, die wir bereits gestern auf Facebook und Google+ empfohlen haben. Jochen Mai hat diese auf der Karrierebibel in eine lesenswerte 12 Monatsstrategie für Social Media verwandelt. Der für die Umsetzung der Strategie notwendige Aufwand mag auf manchen Geschäftsführer abschreckend wirken, zeigt jedoch, dass nachhaltige und erfolgreiche Kommunikation niemals nebenbei erledigt werden kann.

De beiden Artikel scheinen auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun zu haben. Eines verbindet sie jedoch: In beiden Fällen sind Handlungen und Engagement der Vorgesetzten und Chefs gefragt. Der Mitarbeiter, der die Schleichwerbung auf Facebook geschaltet hat, hätte das ganz bestimmt unterlassen - wenn er denn um die möglichen Konsequenzen gewusst hätte. Und die 12 Monatsstrategie lässt sich nur sinnvoll umsetzen, wenn dafür die Unterstützung des Chefs und die notwendigen Ressourcen vorhanden sind.

Diese beiden Beispiele zeigen: Kommunikations ist Chefsache. Denn es ist schlicht unfair und respektlos

  • … Mitarbeiter mit zu wenig Informationen und Ressourcen an die Arbeit zu schicken.

  • … hervorragende Ergebnisse zu erwarten, dafür jedoch nicht die Voraussetzungen zu schaffen.

  • … Kunden mit halbherzigen und unfertigen Kommunikationsversuchen abzuspeisen.

  • … sich nicht die Zeit für echtes Engagement und authentische Kommunikation zu nehmen.

  • keine klaren Ziele aufzustellen, die Leistung der Mitarbeiter aber als unzureichend abzustempeln.

  • … sich keine Zeit für echten Dialog und Austausch zu nehmen.

  • … die Wichtigkeit der Kommunikation zu preisen, diese jedoch selbst zu vernachlässigen.

 

Nein, Geschäftsfüher und Vorgesetzte müssen die operative Kommunikation nicht unbedingt selbst beherrschen oder umsetzen können. Ihr direktes Engagement in der Kommunikation ist zwar wünschenswert, doch nicht zwingend notwendig. Doch sie sollten so viel davon verstehen - und darüber lernen - dass sie ihren Mitarbeitern die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen und deren Leistung einschätzen und würdigen können. Dann fühlen sich sowohl Kunden als auch Mitarbeiter ernst genommen und respektiert und Kommunikation kann erfolgreich sein.



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