Internet of Things: Kommender Trend - auch für Werbemittel

von Alexander Giller (Kommentare: 0)

Das Zauberwort heißt The Internet of Things, zu deutsch also das Internet der Dinge, und spricht für die Vernetzung von Gebrauchsgegenständen mit dem Internet. Auf der diesjährigen CES in Las Vegas, der internationalen Leitmesse der Elektronikindustrie, wurden mehr Geräte mit Wifi oder Bluetooth vorgestellt als jemals zuvor. Viele große Konzerne wollen das Internet noch stärker in unser tägliches Leben integrieren, als wir es uns in unseren Träumen vorstellen können. Waren es vor ein paar Jahren noch Prototypen und Machbarkeitstudien, so befinden sich mittlerweise sehr viele Produkte bereits in Marktreife oder sind bereits im Handel erhältlich.

Die französische Firma Withings brachte bereits vor ein paar Jahren den Stein ins Rollen, als sie die erste smarte Waage auf den Markt brachten. Die aktuelle Version kann mittlerweile das Körperfett, die Herzfrequenz, sowie die Luftqualität und das Gewicht messen - diese Daten können dann hübsch aufbereitet auf dem Smartphone angezeigt werden.

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Mittlerweile gibt es eine Menge verschiedenster Einsatzzwecke für das Internet der Dinge, am häufigsten verbreitet sind Produkte zur Automatisierung im Haushalt. Schon heute ist es ohne Probleme möglich, von der Heizung über das Licht, bis hin zur Musik, alles über das Smartphone zu steuern. Hierbei sind die System sogar lernfähig, man kommt also im besten Falle nach Hause und die Heizung hat die Wohnung bereits auf Wunschtemperatur gebracht, das Licht im Flur ist angeschaltet und im Hintergrund spielt leise die Lieblingsmusik. Das Heim wird also zum Smart-Home, das Smartphone dient als Schaltzentrale.

Aber auch in der Medizin, bzw, in der Krankenversorgung, wird diese neue Art der Vernetzung eine Menge an Vorteilen bringen. Google hat vor ein paar Wochen ein Projekt veröffentlicht, in welchem eine Kontaktlinse  den Blutzuckerspiegel des Trägers überwacht. Dadurch erhalten Diabetiker eine Warnung auf ihrem Smartphone, sobald dieser einen kritischen Bereich erreicht.

Im Sportbereich gibt es aktuell schon einige Produkte, welche Daten aufzeichnen die später am Computer übersichtlich ausgewertet, und in Vergleich zu befreundeten Sportlern gesetzt werden können. Hierdurch entsteht ein weltweiter Wettkampf, welcher gerade bei ambitionierten Sportlern sehr beliebt ist und sie zu besseren Leistungen motiviert. Die hierfür erforderlichen Sensoren werden immer kleiner, so dass man diese nicht mehr als Störfaktor ansieht, die System laufen auch ohne ein Smartphone.

Potenzial und Risiken

Bei all diesen Möglichkeiten gibt es natürlich auch kritische Meinungen, die eine Gefahr in der Transparenz der Nutzer, sowie im Datenschutz sehen. Ende Januar ging eine Spamwelle  durch das Internet, an welcher erstmalig auch smarte Kühlschränke und Fernsehgeräte beteiligt waren. Hätte man noch vor 10 Jahren jemanden erzählt dass in der Zukunft ein Kühlschrank für Cyberkriminalität genutzt werden werden kann, so hätte man mit ziemlicher Sicherheit einen Psychologen aufsuchen müssen - heute ist so etwas bereits Realität.

Ob das Internet der Dinge wirklich der Trend 2014 ist, das können wir erst im Dezember mit Gewissheit sagen. Fest steht allerdings, dass hier eine sehr spannende Entwicklung im Gang ist, der man natürlich auch kritisch begegnen kann und sollte. Viele Produkte werden mit Sicherheit ihren Weg in die Wohnungen und an die Handgelenke der Menschen finden, einige der Ideen werden allerdings ewig eine Machbarkeitstudie bleiben.

Für den Werbemittelmarkt werden einige der Produkte höchst Interessant werden, da sich die mit On- und Offline Angeboten vernetzen lassen, man denke da nur an ein Fitness-Armband, welches den Benutzer durch ein Bonussystem zu mehr Bewegung anspornt. Preislich wird sich da in den nächsten zwei Jahren auch einiges tun, vielleicht sieht man dann auch eine Smartwatch oder eine smarte Glühbirne als Werbeträger. Die Möglichkeiten sind hier schier unerschöpflich, es kommt hier lediglich auf die Kreativität im Einsatz an.

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben